Wie Agrarroboter die Umwelt schützen

12.05.2021 | myRobotcenter
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Darf ich vorstellen, das sind die Agrarroboter Tom, Wilma und Dick. Sie sorgen dafür, dass Unkraut mit modernster Technologie statt mit der Chemiekeule vernichtet wird. Die Natur sagt Danke. 

Was Roboter in der Landwirtschaft bewirken könnten...

Unkraut ist für die Landwirtschaft ein Problem. Es nimmt den Nutzpflanzen den Platz und die Nährstoffe weg, schwächt die Pflanzen und sorgt für weniger Ernte. Herkömmliche Maschinen können jedoch Nutzpflanzen nicht von Unkraut unterscheiden und eine manuelle Entfernung, wie beim Jäten im privaten Garten, ist weder effizient noch finanzierbar - es bleibt also nur die Vernichtung mit Pestiziden. Und was Pestizide wie z.B. Glyphosat anrichten ist uns mittlerweile allen bewusst. Die britisch Small Robot Company hat sich zum Ziel gesetzt, die Landwirtschaft zu revolutionieren und mittels Agrarrobotern die Chemikalien vom Feld zu verbannen. 

Was vor 15 Jahren als Inspiration begann, ist heute Tatsache. Ende April hat nämlich die Firma den ersten kommerziellen Unkraut Roboter für die Agrarwirtschaft vorgestellt. Die Idee: Unkraut auf den Feldern nicht durch schädliche Chemikalien zu beseitigen, sondern mittels Jät Roboter. 


Wie funktioniert das Unkrautjäten mit Robotern in der Landwirtschaft?

Das Ganze ist für den industriellen Agrarsektor ausgelegt und funktioniert als robotisches Trio. Das Feld wird dabei durch einen ersten Roboter befahren, analysiert und kartografiert (per plant farming). Die daraus entstandene Datenbank mit Informationen über Pflanzenart, Wachstum und Nutzen dient für die anschließende Bearbeitung des Feldes durch den Unkraut Roboter. Dieser fährt auf Ansage des intelligenten Analysesystems aus, um das Unkraut gezielt zu vernichten. Das abgestorbene Unkraut bleiben auf dem Feld liegen, und versorgen die Nutzpflanzen mit Nährstoffen. Laut Small Robot Company kann der ganze Vorgang autonom und in Echtzeit zu jeder Tageszeit erfolgen.


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Agrarroboter-Trio im Dienste des Umweltschutzes

“Tom”, der Roboter erforscht auf seinen Fahrten die landwirtschaftlich genutzte Flächen auf Unkraut. Dazu scannt er das bis zu 20 Ha große Feld ab und kartografiert jede einzelne Pflanze. Danach werden die Daten zur Auswertung an die Künstliche Intelligenz “Wilma” gesendet, die die Informationen über die Nutzpflanzen, Unkraut, Wachstum und Ertrag auswertet. Die Landwirte können so Dank Wilma anhand der Daten entscheiden, was als Nächstes zu tun ist. Sollen Pflanzen entfernt werden, so wird “Dick” der Jät Roboter losgeschickt. 


“Dick” ist ein autonomer Unkraut Roboter mit drei beweglichen Armen, an denen am Ende jeweils eine Elektrode befestigt ist. Er fährt nach einem festgelegten Plan das Unkraut an und vernichtet es mittels eines gezielten Stromschlags. Für ein bestmögliches Ergebnis, sendet “Dick” jedes Mal ein Foto der zu vernichtenden Pflanze an die KI “Wilma”. “Dick” lässt sich so von “Wilma” bestätigen, ob und wo genau er die Pflanze vernichten soll. Die Agrarroboter Firma bestätigt, dass dabei sogar unterschiedlichste Pflanzen erkannt werden, auch solche, die für das Wachstum der Nutzpflanzen förderlich sein können - z.B. weil sie Bienen anlocken oder Stickstoff für den Boden liefern. Diese werden dann natürlich vom KI-gesteuerten Jät Roboter verschont.


Die Post-Glyphosat-Ära hat begonnen. Coole Sache, oder?!

12.05.2021 | myRobotcenter
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