Lego-Roboter in der Schule

16.01.2017 | myRobotcenter
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Auf einem großen Tisch stehen mehrere Aufbauten aus Lego. Um den Tisch herum stehen Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren. Ihre Aufmerksamkeit gilt einem Lego Mindstorms Roboter EV3. Er soll nach und nach selbständig die verschiedenen Stationen auf dem Tisch ansteuern und dort bestimmte Aufgaben erledigen.
Wahlfach "Robotik" an der VMS Altach
Wir befinden uns an der Vorarlberger Mittelschule (VMS) Altach. Dort gibt es seit 2012 das Wahlfach „Robotik“. Vor wenigen Wochen hat das zehnköpfige Schüler-Team „Duplo+“ mit ihrem Lego-Roboter den dritten Platz beim Regionalwettbewerb der „First Lego League“ in Bregenz gemacht.

 
Bei der „First Lego League“ treten die Lego-Roboter von Teams aus ganz Europa gegeneinander an. Das Thema dieses Jahr: „Animal Allies“ – Beziehungen zwischen Mensch und Tier erforschen.

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Im Februar geht es zum Halbfinale der „First Lego League“
Mit ihrem Erfolg beim Regionalwettbewerb haben sich die sechs Jungs und vier Mädchen für das das Halbfinale am 3. Februar in St. Pölten qualifiziert. Entscheiden sie auch das Halbfinale für sich, geht es Anfang März zum Finale nach Regensburg.

Für die Schüler beutetet das viel Arbeit. Beim Wettkampf soll alles reibungslos funktionieren. Gemeinsam verbessern sie die Werkzeuge des Roboters und optimieren das selbstgeschriebene Programm für die Bewegungsabläufe des Lego-Roboters am Laptop.

Freitag-Nachmittag ein Motivations-Tief? Nicht wenn es um Robotik geht
Wir besuchen das Robotik-Team der VMS Altach an einem Freitagnachmittag bei den Wettkampf-Vorbereitungen. Dort treffen wir auch die betreuenden Lehrer Kuno Sandholzer, Kristina Bernhard und Ulrike Bargetz. Von einem Motivations-Tief Richtung Wochenende gibt es bei den Schülern keine Spur: „Im Fach Robotik funktioniert die Motivation wie von selbst“, lacht Ulrike Bargetz.

Spielerischer Einstieg in ein komplexes Thema
Lego ist bei den Kindern bekannt. Sie haben einen intuitiven Umgang damit. Die Einstiegshürde für so ein komplexes Thema wie Robotik ist damit sehr niedrig, erklärt Ulrike Bargetz. Sobald die Schüler erfahren, dass der Roboter „ihnen gehorcht“, sind sie motiviert für weitere Herausforderungen.

Insgesamt etwa 30 Schüler nutzen das jahrgangsübergreifende Robotik-Angebot an der VMS Altach pro Schuljahr. Im zweiten Halbjahr starten die Anfänger-Kurse. Aus den Fortgeschrittenen-Kursen zum Schuljahres-Beginn entwickelt sich schließlich das Wettbewerbs-Team, das aus nicht mehr als zehn Schüler bestehen darf.

Viele Hundert Mannschafts-Stunden stecken im Lego-Roboter
Die Begeisterung und der Ehrgeiz der Schüler für ihr Projekt ist spürbar. Einige Hundert Mannschafts-Stunden stecken laut Ulrike Bargetz bis zum Wettbewerb im Lego-Roboter. Das Team investiert Freizeit und sogar die Ferien, immer wieder haben die Schüler Optimierungsideen. Bereits am 26. Dezember, also zu Beginn der Weihnachtsferien, waren die Schüler wieder in der Schule, um weiter am Lego-Roboter zu tüfteln, erzählt Direktor Edgar Natter stolz.

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Bei der Arbeit mit dem Lego-Roboter gibt es viel zu lernen
Für Lehrerin Ulrike Bargetz hat die Arbeit mit den Lego-Robotern für die Kinder viele Vorteile. Die Schüler lernen kreativ zu arbeiten und ihre Ideen eigenständig umzusetzen. Im Unterricht kommt die Gruppe von selbst auf physikalische Gesetze zu sprechen wie etwa Reibungswiderstand, Fliehkraft, Hebelwirkung oder Übersetzungsverhältnisse.

Dank der grafischen Programmierungs-Oberfläche der Lego-Software lernen die Schüler die Ansätze von Programmiersprachen auf spielerische und anschauliche Art und Weise.

Auch mit einer Forschungsaufgabe müssen sich die Schüler im Rahmen der „First Lego League“ auseinandersetzen. Ihre Forschungsergebnisse zum Thema „Hundeangst“ präsentieren die Schüler der VMS Altach auf der Webseite wauwauwuff.jimdo.com. Um die verschiedenen Anforderungen zu meistern steht vor allem eines im Mittelpunkt: Teamwork!

Ohne Sponsoren wie myRobotcenter geht es nicht
Damit es das Wahlfach „Robotik“ an der VMS Altach geben kann, ist die Schule auf Sponsoren wie myRobotcenter angewiesen. Denn nicht nur das nötige Lego-Equipment muss angeschafft werden, auch die Teilnahme an den Wettbewerben kostet natürlich.

Für uns ist die Unterstützung des Robotik-Teams Ehrensache: myRobotcenter-CEO Christian Sommer war vor über zwei Jahrzehnten bereits Schüler der VMS Altach. Und als Roboter-Experten liegt uns der Nachwuchs in Sachen Robotik natürlich am Herzen.

Wir drücken die Daumen!
Für die Teilnahme am Halbfinale am 3. Februar in St. Pölten wünschen wir dem Team „Duplo+“ viel Erfolg! Sollte das Team der VMS Altach es tatsächlich ins „First Lego League“-Finale nach Regensburg schaffen, wartet die nächste Herausforderung auf die Schüler: Wettkampf-Sprache ist Englisch, sämtliche Präsentationen müssten übersetzt werden. Doch bei dem Ehrgeiz, den wir erleben durften, sind wir sicher: Die Zehn schaffen – wenn es soweit kommt – auch diese Hürde.

16.01.2017 | myRobotcenter
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