Für euch im Test: myVacBot SN500

04.07.2017 | myRobotcenter
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Endlich ist er da: Der neue myVacBot SN500. Was der Saugroboter so drauf hat, habe ich mir einmal genauer angesehen – und das neueste myVacBot Modell gleich zum Test mit nach Hause genommen.
Das Setting

Bisher haben sich viele Staubsauger Roboter in meiner Wohnung eher schwer getan. Sie ist etwa 50 m2 groß und besteht aus einer Wohnküche, Schlafzimmer, Bad und Toilette. Die kleine Küche ist nur durch eine Küchentheke abgegrenzt, wodurch eine enge Passage Richtung Schlafzimmer entsteht. Außerdem sind viele meiner Möbel gerade so hoch, dass die meisten Roboter darunter fahren können, aber dann oft stecken bleiben.

 

Der Durchgang zwischen Wohnbereich und Schlafzimmer ist ebenerdig und der Boden durchgehend Parkett. Ebenfalls schwellenlos ist die schmale Küche mit PVC-Boden zu erreichen. Bad und Toilette sind gefliest und liegen etwa 1,5 cm tiefer – bisher ein oft unüberwindbares Hindernis für viele Roboter Staubsauger Modelle.

 

Kürzlich eingezogen sind außerdem zwei kleine Kätzchen, die dank einer Spielkiste voll Heu und diversem Spielzeug ständig für Chaos sorgen. Umso mehr war ich gespannt, wie der SN 500 in meiner Wohnung zurechtkommen würde.


Verpackung & Lieferumfang

Die Verpackung des myVacBot SN500 ist analog zum Roboter und Ladestation in rot und (silber)grau gehalten. Das Innere des Kartons ist aufgeräumt: Jedes (Zubehör-)Teil hat seinen festen Platz und nichts liegt lose herum. Einziges kleines Manko: Viele Teile sind zusätzlich noch einmal in Plastikfolie eingepackt – das muss nicht sein.

 

Neben Roboter und Ladestation im Lieferumfang enthalten sind Fernbedienung, Ersatz-Seitenbürste, Ersatzfilter, Reinigungswerkzeug, eine ausführliche Bedienungsanleitung und sogar ein Schraubenzieher für eine komfortable Wartung.


Aufbau und Inbetriebnahme

Schnell habe ich die zweiteilige Ladestation zusammengesteckt, aufgestellt und den Roboter darauf positioniert. Ich lasse ihn über Nacht erst einmal Aufladen.

 

Vor der ersten Testfahrt verbinde ich den SN 500 mit der für iOS und Android verfügbaren myVacBot-App. Die App führt mich durch die komplette Konfiguration.

 

Das ist im eigentlich ganz einfach aber Achtung bei der Eingabe des Netzwerk-Passwortes: Die Schrift in der App ist etwas unglücklich gewählt, sodass sich Buchstabe „O“ und die Ziffer „0“ zum Verwechseln ähnlich sehen. Darauf bin ich allerdings erst nach gefühlt zehn falschen Eingaben gekommen.

 

Anmerkung meiner Kollegen: „Er legt das Passwort in den Zwischenspeicher ;-)“


Der myVacBot SN500 im Test

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Navigation und Hinderniserkennung

Nach der ersten Testfahrt bin ich begeistert (im Gegensatz zu den sowieso noch scheuen Miezis). Der Saugroboter scheint sich zunächst einen Überblick über die Reinigungsfläche und vorhandene Hindernisse zu verschaffen, um sie dann systematisch Bahn für Bahn abzufahren. Die Lautstärke des myVacBot ist dabei angenehm leise.

 

Die Hinderniserkennung des SN 500 ist wirklich einzigartig. Objekte erkennt er in der Regel frühzeitig, stoppt ab und navigiert darum herum. Nur kleine oder reflektierende Gegenstände (Worst Case: Katzen-Fressnapf aus Metall) schiebt er vor sich her oder verschluckt sie einfach (drei (!) Spielzeug-Mäuse für Katzen).

 

Der SN500 ist zu hoch, als dass er sich unter meinem Sofa festfahren könnte und ist aber niedrig genug, um z.B. unter dem Schlafzimmerschrank zu saugen. Für mich und meine Einrichtungsgegenstände ist der myVacBot SN500 also ein wahrer Glücksgriff! Nur die Schwellen von Bad und Toilette zurück zum Wohnbereich kann leider auch der SN 500 nicht überwinden.


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App-Steuerung

Mit der App lässt sich der Reinigungsprozess auf einen Blick verfolgen und überwachen. Der Staubsauger Roboter kartiert die zu reinigende Fläche bei jeder Ausfahrt und zeigt in der App an, wo er bereits gereinigt hat und welche Bereiche noch gereinigt werden müssen. Die Zeitsteuerung kann statt am Gerät selber auch schnell und einfach per App vorgenommen werden.

 

Wichtige Voraussetzung für die Nutzung der App ist allerdings die Verbindung des Smartphones mit dem gleichen Netzwerk wie der Roboter. Wer also gern von überall auf seinen Saugroboter zugreifen möchte, den stört das Fehlen dieser Funktion womöglich.


Reinigung und Reinigungsergebnis

Der myVacBot SN500 reinigt mit einer Seitenbürste und gleich zwei rotierenden Bodenwalzen: einer Gummi- und einer Borstenbürste. Staub und lose Verschmutzungen entfernt der Roboter Staubsauger damit zu meiner vollen Zufriedenheit.

 

Der Staub verschwindet einfach im Auffangbehälter, nur Grashalme des Heus für die Katzen und meine langen Haare bleiben in den Bürsten hängen. Das verzeihe ich dem SN 500 aber, denn Heu in der Wohnung ist sicher nicht die Regel und die Reinigung der beiden Bodenwalzen ist wirklich einfach.


Wartung & Handhabung

Der Staubbehälter lässt sich auf Knopfdruck entnehmen und sauber machen, ebenso wie die beiden Bodenwalzen, die ich so einfach von Haaren und Grashalmen befreien kann. Super praktisch: Das mitgelieferte Reinigungswerkzeug! Die Seitenbürste muss zur gründlichen Reinigung abgeschraubt werden. Doch auch das geht dank mitgeliefertem Schraubenzieher schnell.


Auffinden der Ladestation

Nach getaner Arbeit, bei niedrigem Akku-Ladestand oder auf Knopfdruck fährt der myVacBot SN500 zurück zu seiner Ladestation – und zwar auf direktem Weg. Leider funktioniert das nur zuverlässig, wenn der Roboter aus der Ladestation startet und zwischendurch nicht angehalten worden ist.


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Fazit

Insgesamt ist der neue myVacBot ein solides Produkt mit tollen Funktionen. Ein wenig schade ist, dass man den Roboter nicht von unterwegs aus steuern kann. Bei einer täglichen Zeitprogrammierung ist das aber auch gar nicht unbedingt notwendig. Auch das Auffinden der Ladestation nach einer Pause oder einem anderen Startpunkt als der Station selbst kann noch verbessert werden.

 

Trotz dieser kleinen Mankos hat mich der myVacBot SN500 im Test absolut überzeugt. Ausschlaggebend für das positive Fazit sind:

  1. • die zuverlässige Flächenabdeckung dank Kartierung

  2. • die intelligente und nachvollziehbare Navigation

  3. • das Umfahren von Hindernissen

  4. • die angenehme Lautstärke

  5. • eine bequeme Zeitsteuerung per App

 

Der myVacBot SN500 passt außerdem gut zu den Gegebenheiten in meiner Wohnung und säubert auch die schmalen Korridore zuverlässig, ohne umher zu irren. Jetzt müssen sich nur noch die Katzen an den Roboter gewöhnen. Denn ich möchte ihn nicht mehr hergeben.

 

Eure Anna - myRobotcenter-Team


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