Rasenroboter: Eine Gefahr für Igel und Bienen?

05.06.2018 | myRobotcenter
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In immer mehr Gärten übernehmen Mähroboter die Rasenpflege. Was auf der einen Seite viele Vorteile für den Gartenbesitzer hat, kann auf der anderen Seite eine Gefahr für Igel, Bienen und Co. sein. Was also tun, wenn man auf einen Rasenmäher Roboter nicht verzichten mag und gleichzeitig auf das Wohl der Tiere bedacht ist?

Immer öfter berichten Medien und Tierschützer von Igeln, die von den scharfen Klingen eines Rasenroboters teils tödlich verletzt worden sein sollen. Offizielle Zahlen gibt es dazu allerdings nicht.


Warum gerade Igel gefährdet sind

Die Gefahr für Igel von einem Mähroboter verletzt zu werden, ist besonders hoch. Die Tiere sind vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv und Mähroboter oft auch nachts im Einsatz. Dabei sind viele Modelle so leise, dass sie von den Tieren nicht als Gefahr wahrgenommen werden.

 

Und selbst wenn sich Igel bedroht fühlen, flüchten sie nicht. Sie rollen sich zu einer Kugel mit aufgerichteten Stacheln zusammen – eine Taktik, die gegen einen Rasenroboter leider hoffnungslos ist.


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Rasenroboter vs. Igel: Wie kann man die Tiere schützen?

Um einen Unfall zwischen Rasenroboter und Igel vorzubeugen, raten wir dazu, den Mäher nur tagsüber laufen zu lassen. Unter Tags ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass sich die Tiere auf dem Rasen aufhalten.

 

Bitte beachte, dass der Rasenroboter dann für eine deutlich größere Fläche ausgelegt sein muss, um auch bei weniger Laufzeit ein ordentliches Mähergebnis zu erzielen. In unseren Rasenmähroboter-FAQs erfährst du mehr dazu.

 

Außerdem kann es sinnvoll sein, ein etwas lauteres Modell zu wählen. Zwar sind alle Modelle mittlerweile relativ leise, vor allem im Vergleich zu herkömmlichen Rasenmähern. Trotzdem gibt es Lautstärke-Unterschiede zwischen ca. 60 und 70 dB.


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Rasenmäher Roboter: Auch eine Gefahr für Schmetterlinge und Bienen?

Immer häufiger werden Rasenroboter im Zusammenhang mit dem Rückgang von Bienen- und Schmetterlings-Populationen genannt. Diese Insekten ernähren sich von Blüten und zählen zu den bedeutendsten Bestäubern.

 

Daher sind sie essentiell wichtig, zum Beispiel für Obsternte. Doch Pestizide, Monokulturen in der Landwirtschaft, oder eben eine akkurat gemähte Rasenfläche ohne Blütenpracht schränken den Lebensraum der wichtigen Nützlinge stark ein.


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Auf die Gartengestaltung kommt es an

Einen Rasenroboter zu besitzen, bedeutet nicht automatisch einen insektenunfreundlichen Garten zu haben. Es kommt ganz auf die Gestaltung an. So kannst du zum Beispiel eine bunte Wildblumen-Ecke für Bienen und Schmetterlinge einplanen. Die Fläche lässt sich beim Verlegen des Begrenzungskabels einfach aussparen und anschließend mit einer Wildblumen-Mischung bepflanzen.

 

Auch blühende Kräuter wie zum Beispiel Lavendel, Salbei oder Rosmarin sind bei den Insekten beliebt. Außerdem dürfen Flieder oder Malven in einem bienen- und schmetterlingsfreundlichen Garten nicht fehlen. Bei so viel Angebot darf der Rasen ruhig etwas kürzer sein.


05.06.2018 | myRobotcenter
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