Kaufberatung Rasenroboter Teil 1

26.02.2021 | myRobotcenter
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Hallo Roby, ich möchte einen Rasenroboter kaufen, auf was sollte ich im Bezug auf meinen Garten achten? 

Welches ist das wichtigste Kriterium betreffend Garten, wenn du mit einem Kunden ein Beratungsgespräch über den Kauf eines Rasenmäher Roboters führst?

Als Erstes geht es darum, herauszufinden, ob eine Installation eines Rasenroboters überhaupt möglich ist. Liegt dein Garten nämlich oberhalb einer Tiefgarage, dann wird es "tricky". Die einbetonierten Stahlträger stören nämlich die Kommunikation des Mähroboter, genauer gesagt die Frequenz. Bitte kläre daher genau mit dem Bauträger ab, wie viel Erde aufgetragen wurde und dann können wir prüfen, ob eine Installation möglich sein wird oder leider nicht.

 

Die Größe des Gartens spielt eine zentrale Rolle. Gärten teilen wir in kleine (bis 500 m2), mittlere (bis 800 m2) und große Gärten (ab 1.000 m2) ein. Je nach zu mähender Fläche kommt ein anderes Modell in Frage. Als Beispiel für Vorgärten in Reihenhaussiedlungen oder zusätzliche Nebenflächen kann ich hierfür den Gardena Minimo 250 oder Yard Force Easymow 260 nennen. Für mittlere Gärten ist der Worx Landroid M500 einer der (letztjährigen) Topseller in unserem Shop. Für dieses Jahr gibt es das gleiche Mähroboter-Modell sowie ein erweitertes Modell den Worx M500 2.0 und die Rasenmäher Roboter mit der höchsten Mähkapazität finden sich bei Husqvarna, so zum Beispiel der Husqvarna 420.


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Was muss ich mir genau unter Mähkapazität vorstellen, hat dies nicht mit der Akkuleistung analog wie bei Saugrobotern zu tun?

Mähkapazität muss man wie folgt verstehen: Die Kapazitätsangabe bezieht sich auf die wöchentliche Leistung des Rasenmähroboters. Ist er wie z.B beim Greenworks Optimow 15 mit 1.500 m2 angegeben, heißt das, dass er innerhalb einer Woche eine maximale Fläche von 1.500 m2 bearbeiten kann. Dennoch empfiehlt der Hersteller das Modell für Rasenflächen zwischen 600 m2 - 1.200 m2 zu nutzen, weil in der Praxis bei automatischen Mähsystemen viele nicht vorhersehbare Faktoren zu berücksichtigen sind. So wird beim Befahren von Steigungen mehr Energie verbraucht, oder wenn es regnet, will der Besitzer (nicht), dass gemäht wird. Und im Sommer, auch wenn es sehr leise Modelle gibt - z.B. Gardena smart Sileno+ - stört ein herumfahrender Mähroboter beim Entspannen in der Hängematte und beim Fußballspielen im Garten so oder so. 

 

Was ich aber als Experte auf den Weg geben möchte ist, dass es sinnvoll ist, ein automatisches Mähsystem mit mehr Leistung auszuwählen, anstelle ein günstigeres sich anzuschaffen, welches dann ständig am Limit betrieben wird. Dies verkürzt nur unnötig die Lebensdauer des Gerätes. 

Das ein Rasenroboter mit dem 0815 Garten klar kommt, davon gehe ich aus. Was aber, wenn ich ein Garten mit vielen Winkeln, engen Passagen und sogar Steigungen besitze? Oder was, wenn mein Garten eher einem Kinderspielplatz mit Poollandschaft gleicht?

Komplexe Gärten nennen wir das. Es gibt verschiedene Modelle, welche je nach Problemstellung eine bessere Lösung bieten. Ich fasse kurz ein paar Punkte zusammen und versuche zu erklären, wie Problemstellungen innerhalb von komplexen Gartenanlagen gelöst werden können. Wir bieten aber auch eine kostenlose Service-Hotline für spezifische Fragen rund um den Kauf eines Rasenroboters an.  

 

Das richtige Mähsystem wählen: Die Mähroboter arbeiten entweder in einem chaotischen Muster oder sie fahren die zu mähende Rasenfläche in systematischen Bahnen ab. Dabei ist chaotisch nichts Negatives, sondern, bedeutet, dass der Roboter mit Anschlag arbeitet. Er fährt so lange bis er nicht mehr weiterkommt und dreht sich dann in eine Richtung ab. Für Gärten, in denen sich ständig was verändert, kann ein solcher Rasenmäher Roboter mehr Sinn ergeben. Systematische Bahnen machen für starre, geradlinige Gärten mehr Sinn. Das Abfahren von Bahnen ist tendenziell schneller erledigt. Die Marke Bosch arbeitet übrigens mit einem solchen systematischen Mähmuster. Es gibt jedoch auch Modelle mit chaotischem Mähmuster, welche dank intelligenter Navigation deinen Garten bei jeder Ausfahrt besser kennenlernen. Nach einer gewissen Zeit wissen sie, wo der Apfelbaum steht und fahren nicht mehr blindlinks, sondern drehen vorher ab, was am Ende zu einer effizienteren Arbeitsweise, trotz chaotischem Muster führt. Hier sind die Modelle von Worx besonders stark. 

 

Antrieb und Radprofil: Einige Marken bzw. Modelle besitzen eine extra Steigfähigkeit, Allradantrieb oder gar Steighilfen für Räder oder ein spezielles Radprofil - wie z.B. der Bosch Indego M700 - bzw. eine Veränderung des Mähmodi bei ± Gefälle. Auch kommt es hierbei darauf an, ob der Rasen eher feucht ist (z.B. viele schattige Stellen), sowie ein Einsatz bei Regen wirklich nötig ist. Je nachdem sind nämlich die Räder besser oder schlechter geeignet und könnten ab einer gewissen Steigung Spuren in der Grünfläche hinterlassen. Das Top-Modell unter den Rasenmäher Roboter, welche die größten Steigungen meistert, ist auf jeden Fall, der Husqvarna 435X AWD.

 

Bitte beachte, dass die Steigung nicht am Grundstücksrand liegen darf, an der das Begrenzungskabel verlegt wird. Der Mähroboter braucht vor und nach der Steigung eine ebene Auslauffläche.  

 

Gleichmäßiges Rasenbild trotz engen Passagen: Gibt es explizit enge Korridore (z.b. Wege hinters Haus oder Rasenflächen rund um den Swimmingpool) durch die der Rasenroboter fahren soll, muss auf die Durchfahrtsbreite des Mähroboters geachtet werden. Je schmaler die Passage, desto kleiner sollte der Roboter sein. Schließlich soll ein gleichmäßiges Schnittbild entstehen. Für ein regelmäßiges Mähen im ganzen Garten ist es zudem sinnvoll, die Funktion der verschieden wählbaren Startpunkte zu nutzen. Somit startet der Roboter seine Arbeit nicht immer am gleichen Ausgangspunkt. Ist dies alles nicht mittels eines einzigen Roboters möglich, so kann man immer noch auf einen Haupt- und Nebenroboter zurückgreifen.

 

So viel zum Garten, im nächsten Blogbeitrag gehe ich dann auf den Rasenmäher Roboter selber ein. Hier gibt's nämlich auch einiges zu beachten.


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